Die atemberaubende Reise durch den Death-Valley-Nationalpark

Ja, verurteilt mich, ich hab schon wieder in der alten Fotokiste gekramt. Diesmal ein Bericht aus dem Jahre 2010. Meine Frau und ich haben um die Weihnachtszeit Ihre Schwester in San Francisco besucht. Für mich war es die erste Reise in die USA – man kann sagen, es war in der Tat ein Abenteuer. Mit einer medizinischen Notlandung in Irland und nach einer ungeplanten und unfreiwilligen Übernachtung in Philadelphia sind wir dann auch irgendwann an der Westküste angekommen. Unter anderem hatten wir auch den Plan, für drei Tage mit dem Auto von San Francisco nach Las Vegas zu fahren und haben auf diesem Weg einen „kleinen“ Umweg durch den Death-Valley-Nationalpark genommen.

Ich muss zu meiner Entschuldigung zur Bildqualität sagen, dass wir zu diesem Zeitpunkt nur eine kleine Hosentaschen-Kamera dabei hatten. Aber diese Reise (und sogar explizit die Autofahrt durchs Death Valley) haben mich bewogen, eine digitale Spiegelreflexkamera zu kaufen. Diese Bilder hier sind leider nur mit einer kleinen Kamera und teilweise sogar nur mit einem Smartphone (Motorola Milestone) erstellt.

 

Ich kann die Eindrücke auch kaum in Worte fassen und noch heute würde ich sagen, dass diese Landschaft das beeindruckendste ist, was ich bisher gesehen habe.

Gestartet sind wir mitten in der Nacht aus San Francisco in Richtung Bakersfield und dann eben durch den Death-Valley-Nationalpark und weiter nach Las Vegas. Die Fahrt, mit mehrmaligen Anhalten und auch entspanntes Fahren, hat knapp 14 Stunden gedauert. Kann man machen. Als klassischen Tagesausflug mit Kindern kann ich die Strecke aber dennoch nicht empfehlen – aber nur aus zeitlichen Gründen… 😉

Es ist alles sehr weitläufig, wie am Anfang erwähnt, wir waren kurz vor Weihnachten unterwegs. Hatte natürlich den Vorteil, dass wir keine sonderliche Hitze hatten und auch sonst nicht viel los war (selbst an der Nationalpark-Station war alles geschlossen). Nur sehr selten kam uns ein Auto entgegen.

Wir haben an einem kleinen Parkplatz im Nationalpark angehalten und sind etwas herumspaziert. Der Nebel, die Stille, kein Empfang am Telefon – das gab dem Ganzen schon einen etwas unheimlichen Rahmen. Aber auch gleichzeitig so unglaublich faszinierend. Auch die Fahrt war überhaupt nicht langweilig. Die Landschaft verändert sich ständig. Hinter jedem Berg und Kurve kommt wieder etwas neues. Irgendwann, ich konnte es kaum glauben, stehen wir vor Sanddünen. Überall Gebirge in den tollsten Farben und dann Sand. Soweit das Auge reicht.

Es war warm (so um die 20 Grad), still und nur eine Handvoll Leute waren mit uns an den Dünen. Es war alles so surreal. Keine Auto-, Mensch- oder Tiergeräusche. Nichts. Keine Ahnung wie es in der Hauptzeit ist, aber das war ein wahnsinniges Erlebnis. Diese Stille in Kombination mit der Landschaft, daran erinnere ich mich noch sehr gerne und wünsche mich manchmal – gerade wenn es im Leben was stressiger zugeht – zurück an diesen Ort…

Gruß,

Mika
Mika

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